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Von Andreas Hasenkamp 04.03.2005 (Münster-Stadtteile: Wolbeck)
Münster-Wolbeck. Die Erik-von-Witzleben-Stiftung, Trägerin des Westpreußischen Landesmuseums in Wolbeck, gerät wegen der NS-Vergangenheit ihres Namensgebers von noch einer weiteren Seite in die Kritik.
Nach den Grünen fordert nun die SPD Münster in einer Pressemitteilung eine Distanzierung vom Namensgeber der Stiftung. Gleichzeitig sei eine öffentliche Auseinandersetzung darüber dringend geboten, schreiben der SPD-Bundestagsabgeordnete Christoph Strässer und die SPD-Landtagsabgeordnete Svenja Schulze.
Beide münsterischen Abgeordneten vermissten die Stellungnahmen des Stiftungsrates und der CDU zu diesem Thema: Wer im 60. Jahr nach der Befreiung vom Faschismus dazu schweige, dass eine Stiftung noch immer den Namen eines SS-Reichsführers trägt, dem fehlt nicht nur jedwede Sensibilität, sondern der desavouiere, umso länger das Schweigen anhält, die positiv zu beurteilende Arbeit des Museums.
Die beiden SPD-Politiker sprachen sich erneut für den Verbleib des Museums in Münster aus: "Wir möchten erreichen, dass das Westpreußische Landesmuseum in Münster bleibt." Das Konzept des Hauses sei insgesamt zu begrüßen, schrieben Strässer und Schulze.
Andreas Hasenkamp
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